Archive for Juli 2009

Juli 22, 2009

Üble Scherze

Gestern nachmittag – ich war gerade aus der Stadt zurückgekommen – hielt ein Taxifahrer vor meinem Haus und machte ausdauernd mit Hupen auf sich aufmerksam. Ich ging hinaus, um ihn nach seinem Begehr zu fragen. Er fragte mich, ob ich nicht die Deutsche sei, die ihn gerufen habe. Er sei zum Backsteinhaus der Deutschen gerufen worden. Ich beteuerte mehrmals, daß ich kein Taxi gerufen hätte. Er erklärte mir, daß er schließlich von weit her gekommen sei, es also für ihn einen erheblichen Aufwand bedeutet, hier heraus zu fahren, um einen Fahrgast abzuholen. Schließlich fragte er per Sprechfunk in der Zentrale nach, um nochmals die genauen Daten des Auftrags in Erfahrung zu bringen. Von dort wurde ihm mitgeteilt, daß ein ‚Doktor’ den Auftrag erteilt habe. Nun schien der Fall klar. Ich verwies ihn zum Nachbarhaus, das ebenfalls aus Backsteinen gebaut ist, wo der belgische Tierarzt wohnt. Dort fahren ständig Taxen vor, oft auch, ohne jemanden zu bringen oder abzuholen. Damit gab sich der Taxifahrer zufrieden und fuhr zum Nachbarn weiter. Der Doktor war nicht zu Hause, aber auch dort wusste man offenbar nichts mit seiner Bestellung anzufangen. So fuhr der Taxifahrer denn unverrichteter Dinge wieder von hinnen.

Und die Moral von der Geschichte?
Mit der Bestellung des Taxis hatte ich mit Sicherheit nichts, aber auch rein gar nichts zu tun. Allerdings waren die Angaben des Taxifahrers so präzise, daß ein Zweifel ausgeschlossen ist. Bei dem Doktor kann es sich eigentlich nur meinen Terroristen-Nachbarn handeln, der sich zur Abwechslung mal einen anderen üblen Scherz ausgedacht und mir ein Taxi bestellt hat. Dieser Fettsack, der sich von reichlicher EU-Knete nährt, hat offenbar keine Skrupel, einen armen Taxifahrer eine weite Strecke umsonst durch die Weltgeschichte fahren zu lassen. Der hat den Verdienstausfall für die unnütz vertane Zeit, den Spritverbrauch und die sonstigen Betriebskosten für sein Auto zu tragen, ohne sich an irgendjemand schadlos halten zu können. Das nenn ich Entwicklungshilfe!

Inzwischen ist auch der Kriminalfall geklärt, was die Perps mit meinem Drucker gemacht haben. Nachdem der Techniker ihn völlig auseinandergenommen hatte, fand er schließlich die Ursache des Defekts – die durchgebrannte Lampe. Es handelt sich um einen Laser-Drucker, und der arbeitet mit einem fotografischen Verfahren, für das Licht benötigt wird. Die Leuchte liefert dieses Licht, und die wurde, wie schon so viele Leuchtkörper (Energiesparlampen, Halogenlampen, elektrische Birnen usw.) durchgebrannt. Sie ist richtig schwarz verkokelt, was, wie mir ein Fachmann erklärt hat, darauf schließen lässt, daß sie mit einer Art Schwelbrand durchgeschmort wurde.

Auge um Auge, Zahn um Zahn – Das Imperium hat mal wieder zugeschlagen

Gestern hat Rumpelstilz meinen Artikel zum Thema „Die E-Waffen-Folterer muß man mit Glacéhandschuhen anfassen“ veröffentlicht, den ich ihm vorgestern privat geschickt hatte. Heute war dann die schwarze Fußmatte am Hinterausgang mal wieder zusammengefaltet. Die ist nämlich das liebste Spielzeug meines belgischen Nachbarn. Außerdem hat er mal wieder jede Menge Pflanzenabfall, den der Gärtner stets mühsam einsammeln muß, auf meinem Grundstück verteilt. Dieser Typ ist als Direktor der wichtigen Naturschutzorganisationen des Departements und Treuhänder der EU in exponierter öffentlicher Stellung tätig und ist sich nicht zu blöde, hier ständig Kehrricht zu verteilen. Nach dieser Heldentat ist er dann heute morgen wie üblich gestartet, um zur Arbeit zu fahren. Als er mich vor meinem Haus sitzen sah, wo ich meinen Kaffee trank, hielt er nochmals an, unmittelbar vor meinem Haus, lief um sein Auto herum, das er bei einer Verlosung seines Mobilfunkbetreibes gewonnen hat, verlud umständlich seinen Cowboy-Hut im Kofferraum, lief wieder um sein Auto herum und fuhr dann von hinnen. Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, daß der Zweck dieser Aktion, seinen Hut zu verladen, einzig und allein der war, daß er mich damit provozieren wollte. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen! Diese Knalltüte erinnert mich immer an den Spruch über die die Dinosaurier: „Viel Panzer, wenig Kopf.“ Man sagt, die Dinosaurier seien deswegen ausgestorben.
Später stellte ich dann fest, daß die Lampe vorm Haus brannte, obwohl es helllichter Tag war. Ich überprüfte alle Schalter. An denen lag es nicht; sie waren abgeschaltet. Also haben die Perps den zugehörigen Bewegungsmelder durchgeschossen – der zweite binnen weniger Monate. Wenn das keine Bekennerbotschaft ist! Wahrlich ein überzeugender Kampf für Demokratie und Freiheit, der auch ohne Dabbelju als Oberbefehlshaber munter weiter geht! Ist ja auch kein Wunder, wenn Obama diese Leute mit Glacéhandschuhen anfasst.
Vorhin war der Laborchef mal wieder da – abends um 20.30 Uhr im Stockdunkeln -, um an der Besendungsanlage Einstellungsarbeiten vorzunehmen. Der traut sich nur noch im Dunkeln her, und das Auto hat er inzwischen auch gewechselt.

Juli 8, 2009

Makabere Spiele mit Licht und Strom

Laser-Drucker

Gestern habe ich meinen Laser-Drucker in die Werkstatt gebracht, um den Infrarot-Sensor ausbauen zu lassen. Die Techniker sagte mir, daß er nicht blockiert, sondern defekt sei. Da er bis zum 4. Mai noch einwandfrei funktioniert hat, und nach dem 5. Mai, nachdem ich meinen Brief ans Innenministerium abgeschickt hatte, plötzlich nicht mehr lief, heißt das, daß er offenbar als Racheakt für diesen Brief durchgeschossen wurde.

Betrieb des Netzrechners mit BART-CD

Nachdem ich den DVD-Brenner durch ein CD-Laufwerk ersetzt hatte, mit dem man nur CDs einlesen, aber nicht brennen kann, gab es nun Probleme beim Hochfahren des Betriebssystem von der Notfall-CD – es stürzte beim Bootvorgang ab oder wurde nicht richtig geladen. Zwar steckt der Rechner in einem Stahlblechgehäuse, aber diese Abschirmung konnten die Perps offenbar spielend leicht mit ihrer Peilstrahlung durchdringen. Also schirmte ich zusätzlich ab. Das funktionierte zunächst auch ganz prima, versagte dann aber zunehmend ebenfalls. Nachdem der Adlatus des Laborchefs neues Gerätezubehör gebracht hatte, brauchte ich eine geschlagene ¾-Stunde, bis ich den Rechner betriebsbereit hatte. Seit ich den CD-Typ gewechselt habe, klappt das Laden des Betriebssystems wieder leidlich.

Straßenbeleuchtung

Gestern abend auf dem Nachhauseweg ging plötzlich eine Straßenlaterne aus, als ich unter ihr vorbeiging. Ich wunderte mich, neigte noch dazu, es für Zufall zu halten, wusste aber sehr wohl um die Mitteilungen anderer TIs über solche Ereignisse. Als dasselbe dann einige hundert Meter weiter noch einmal passierte, war klar, daß es sich nicht um Zufall handeln konnte, insbesondere, als die Laterne wieder leuchtete, nachdem ich ein Stückchen weitergegangen war. Da ich kein Handy habe, nehme ich an, daß man mich per Satellit ortet.

Warum stirbt der Wasserkocher genau in dem Moment, in dem ich daneben stehe?

Dieser Tage stand ich neben dem Wasserkocher und wartete, bis das Wasser kochend sein würde. Während ich gedankenverloren auf das Kontrollämpchen schaute, erlosch es, noch bevor das Wasser zum Kochen kam. Offenbar hatte irgendein Teil in der Elektroinstallation des Kochers den Geist aufgegeben. So alt war der noch gar nicht. Seltsam ist auch, daß ich in 99,9 % der Zeit, die er in Betrieb ist, nicht daneben stehe. Warum verschied er ausgerechnet in dem Moment, als ich hinschaute? Zufall? Wohl eher nicht, sondern schätzungsweise ein kurzer Impuls in der Stromversorgung, der ein Bauteil zerstörte.