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Juni 11, 2009

Die Titelschwindler

Sie segeln unter falschen Fahnen und schmücken sich mit fremden Federn

Und ist es auch Wahnsinn, so hat es dennoch Methode.

Fall 1: Da es mir nicht möglich war, ein Rundschreiben über meinen Email-Account zu verschicken, bat ich einen anderen Mindcontrol-Betroffenen, die Versendung für mich zu übernehmen. Zuerst wurde auch ihm der Postausgang blockiert, aber nach mehrmaligen Versuchen konnte er die Email-Nachricht dann abschicken. Durch eine Rückfrage des Versenders erfuhr ich zufällig, daß bei ihm Rückmeldungen auf mein Rundschreiben eingegangen waren und ich bat ihn, mir diese weiterzuleiten. Den Erhalt meiner Aufforderung quittierte er mir zwar postwendend mit einer Eingangsbestätigung, aber die eigentlich für mich bestimmt Nachricht bekam ich erst nach dreimaliger Aufforderung von ihm, und die übrigen überhaupt nie. Stattdessen nach meiner nochmaligen Beschwerde den Verweis: „Beschäftigen wir uns lieber mit der Aufklärung dieser Machenschaften als mit Nichtigkeiten.“ In dem einen Fall wusste ich durch eine Nachfrage des Versenders, wer geantwortet hatte. So habe ich mich direkt mit ihm in Verbindung gesetzt, und erhielt dann von ihm die gesamte Korrespondenz, die der Versender mit meinem Adressaten geführt hatte. Dazu der Kommentar des Empfängers: „Guten Tag, Frau G., ja da ist einiges durcheinandergeraten. Ich ging davon aus, Sie benutzen den Namen C. als Pseudonym und wunderte mich etwas über den Stil der Antworten.“ Putzigerweise hatte Herr C. die guten Wünsche des Absenders zum Neuen Jahr für sich vereinnahmt, sich artig dafür bedankt und den angesehenen Wissenschaftler dann mit einer Flut von halbgaren Behauptungen und ultimativen Forderungen bombardiert, pseudowissenschaftlich unterlegt mit Artikeln, die er aus dem Internet gefischt hatte. In beschämendem Kontrast zum hochtrabenden Gehabe steht dabei das miserable Deutsch, in dem der Spam abgefasst ist. Der Herr C. hatte sich also nicht nur bescheidenerweise darauf beschränkt, auftragsgemäß mein Rundschreiben zu versenden, sondern die Rückmeldungen für sich vereinnahmt und dann unter falschem Namen eine Korrespondenz mit den Absendern geführt.

Fall 2: Eben dieser Herr C. war nun auch jüngst in Ettlingen bei der Kundgebung und Pressekonferenz des Vereins gegen den Missbrauch psychophysischer Waffen e. V. mit von der Partie. Dort gebärdete er sich ganz freundlich und kooperativ, aber das dicke Ei kam hinterher: eine Fotomontage, die er aus den Bildern von der Aktion zusammengestellt hat. Dieses Werk hätte ihm sicherlich niemand übel genommen, wenn es nicht unter der falschen Fahne eines Aktionsbündnisses publiziert hätte, das mit der Demonstration beim Ettlinger Symposium über sogenannte nicht-tödliche Waffen nichts, aber auch gar nichts zu tun hatte. Die Reaktionen der tatsächlichen Veranstalter dieser Kundgebung fielen entsprechend ungehalten aus, da sie sich um den Ruhm ihrer Taten betrogen sahen. Auf ihre Beschwerde reagierte der Herr C. aber nur mit einer Flut von Beschimpfungen, hochtrabenden Rechtfertigungen, die völlig an der Sache vorbeigingen, und einer erweiterten Neuauflage seiner Fotomontage, die er wiederum an jeden verschickte, dessen Email-Adresse er habhaft werden konnte. Nun kommt es häufig vor, daß Mindcontrol-Opfer fälschlicherweise mit psychiatrischen Diagnosen belegt werden, die ganz offenkundig unzutreffend sind, aber in diesem Fall kommt man nicht umhin, den Psychiatern recht zu geben, die den Herrn C. anlässlich seiner Zwangsunterbringung vor etlichen Jahren als schizophren diagnostiziert haben. Der Mann leidet ganz offenkundig an Verzerrungen in seiner Realitätswahrnehmung und löst mit seinem Gehabe erhebliche Irritationen und zornige Zurückweisungen aus.

Fall 3: Auch im Zusammenhang mit den diesjährigen Protestaktionen von Mindcontrol-Betroffenen steht noch eine andere freche Schwindel-Aktion einer belgischen Aktivistin, die die internationalen Foren mit ihren Posts vollspamt. Es geht um den Aufruf zur Protestaktion in Straßburg, den der Organisator über einen Mittelsmann ins Internet gestellt hat. Die belgische Aktivistin hat sich daraufhin des Originaltextes bemächtigt, und ihn unter ihrem Namen weiterverbreitet, so daß bei Unwissenden der falsche Eindruck entstanden ist, daß sie die Organisatorin der Demonstration sei. Diese Dame plustert sich als allwissende Mutter auf, die ihren Fan-Club und ungebetenerweise alle anderen Diskussionsteilnehmer auch mit ihren pseudowissenschaftlich unterlegten Weisheiten eindeckt. Wer immer sich erdreistet, Täter zu benennen, der wird von ihr zurechtgewiesen. Man könne nicht wissen, wer die Täter seien, behauptet diese Dame „ex cathedra“. Es handele sich um verselbständigte künstliche Intelligenz. Mal präsentiert sie irgendwelches zusammengelesene Zeug von Botschaften aus dem Jenseits, mal labert sie was von Thomas Kuhns Theorien über den Paradigmenwechsel in der Anerkennung wissenschaftlicher Erkenntnisse daher; all das in einem fürchterlichen Englisch. Nun gibt diese Dame selbst zu, zeitweise unter psychotischen Episoden zu leiden, in denen ihre Realitätswahrnehmung massiv gestört ist. Böse Zungen unterstellen ihr überdies eine gewisse Nähe zum horizontalen Gewerbe.

Fall 4: Eine deutsche Aktivistin hat Sammelbände aus Internetpublikationen zum Thema Mindcontrol zusammengestellt und wollte diese über den Verein gegen den Missbrauch psychophysischer Waffen e. V. verkaufen. Das Unternehmen beruhte auf einer Absprache zwischen dem Verein und der „Herausgeberin“, die es aber versäumt hatte, die Autoren der Artikel, die sie publizieren wollte, um ihr Einverständnis zu fragen. Stattdessen hat sie, entgegen der Vereinbarung mit der Vorsitzenden des Vereins, die Sammelbände mit ihren eigenen Ergüssen angereichert und mit Berufung auf ihr Urheberrecht die Entfernung dieser Beiträge abgelehnt. Auch von dem ursprünglich vereinbarten Kostenrahmen wollte sie nun nichts mehr wissen und hat den Druckkostenvorschuß von 300 Euro gegen die Übersendung von fünf schluderig gedruckten Exemplaren vereinnahmt. Nur durch massive Drohungen ließ sie sich schließlich zur Rückerstattung der Hälfte des Betrags bewegen. Unterm Strich sind das also stolze 30 Euro pro Band, und belegt sind diese „Selbstkosten“ mit einer haaresträubenden Abrechnung, die bei jeder Rechnungsprüfung durchfallen würde.

Dieses Gehabe, wie es in den o. g. Beispielen kurz beschrieben wurde, sorgt beständig für Ärger und Verdruß in der Community der Mindcontrol-Betroffenen und hat dazu geführt, daß sie sich entschieden von solchen Fälschern und Titelschwindlern distanzieren, die sich in der Öffentlichkeit mit fremden Federn schmücken und unter falschen Fahnen segeln. Das Problem dabei ist, daß Mindcontrol-Opfer unter starker Einwirkung psychophysischer Manipulationen stehen, und es gibt unter ihnen Personen, die mit diesen Technologien sehr stark beeinflussbar sind. D. h., es handelt sich um Fälle verminderter Zurechnungsfähigkeit, was denen recht zu geben scheint, die behaupten, daß Personen, die sich darüber beklagen, Zielpersonen von Mindcontrol-Mißhandlung zu sein, nur unter paranoiden Wahnvorstellungen leiden. Solche beliebig steuerbaren Zielpersonen werden von den Tätern als sogenannte U-Boote benutzt; d. h. sie werden manipulativ dazu gebracht, im Interesse der Täter zu agieren, um Mitopfer zu verunsichern, Zwietracht in der Community der Opfer zu säen und diese nach außen in Misskredit zu bringen, u. a., indem sie in Forumsbeiträgen offenkundigen Unsinn verbreiten. Wenn solche in ihrer Wahrnehmung beeinträchtigten Personen auch noch über die Administratorenrechte für die einschlägigen Foren und Newsgroups verfügen, fehlt jedes vernünftige Korrektiv.
Ein Teil der Autoren solcher Nonsens-Beiträge sind tatsächlich – häufig seit vielen Jahren – Zielpersonen psychophysischer Manipulation, meistens mit der psychiatrischen Diagnosestellung einer paranoiden Schizophrenie, andere Beiträge werden in offenkundig provokatorischer Absicht von Geheimdienstmitarbeitern in die Foren gestellt. Für unbeteiligte Dritte entsteht so leicht der Eindruck, daß Mindcontrol ein spinntisiertes Phantom sei, etwa vergleichbar mit den Legenden über Aliens und UFOs, die kursieren. Für Menschen, die sich an die Rationalität und Kalkulierbarkeit unserer Realität klammern, die nicht wahrhaben wollen, daß die staatlichen Sicherheitskräfte und ihre Handlanger Verbrechen in großem Stil begehen, und die die Mühe scheuen, den Legenden auf den Grund zu gehen, ist es ein bequemer Ausstieg aus der Materie, alle Anklagen der Opfer über ihre Misshandlung mit elektronischen Waffen als Spinnerei abzutun, wie ihnen täterseitig nahegelegt wird. Denjenigen unter den Opfern, die sich ihren Verstand bewahrt haben unter den unsäglichen Torturen, mit denen die Täter ihre psychomentale Integrität zu zerstören versuchen, bleibt unter diesen Bedingungen nur die Möglichkeit, sich mit aller Entschiedenheit von solchen Versuchen zu distanzieren, ihre Glaubwürdigkeit zu unterminieren. Es ist mühsam, immer wieder die Wahrheit klarzustellen, ohne sich selbst in diesen Sumpf von Unsinn, Täuschungen und Intrigen zu verstricken, mit dem man ihre Kräfte auszuzehren beabsichtigt.

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